CMS European M&A Study 2026: Markt bleibt stabil bei leichtem Vorteil für Käufer
Die internationale Wirtschaftskanzlei CMS hat die 18. Ausgabe ihrer European M&A Study veröffentlicht. Diese bietet spannende Einblicke in die Entwicklung der Transaktionslandschaft und liefert eine einzigartige Perspektive auf Markttrends, Verhandlungsdynamiken und wesentliche Vertragsbedingungen in Europa.
Das Jahr 2025 war durch eine Fortsetzung der käuferfreundlichen Trends gekennzeichnet, darunter eine zunehmende Verwendung von Earn-out-Vereinbarungen, längere Verjährungsfristen und weniger low Liability Caps. Kaufpreisanpassungen und die Nutzung von Gewährleistungsversicherungen (W&I-Insurance) blieben im Vergleich zu 2024 weitgehend unverändert auf hohem Niveau. Andere Transaktionskennzahlen, wie die anhaltende Seltenheit von MAC-Klauseln (Material Adverse Change) und Sicherheiten für Ansprüche, spiegeln, insbesondere im Vergleich zu den USA, etablierte Marktpraktiken wider und entsprechen den Vorjahren.
Die European M&A Study basiert auf der Analyse von 601 europäischen Transaktionen, die CMS im Jahr 2025 begleitet hat – dies ist ein Rekordvolumen.
Kernaussagen und Erkenntnisse:
- Käufer- und Verkäufergruppen blieben im vergangenen Jahr stabil. Strategen und Finanzinvestoren machten 96 Prozent der Käufer aus, wobei die Zahl der strategischen Investoren um vier Prozent (auf 69 Prozent) gesunken und die der Finanzinvestoren um sechs Prozent (auf 27 Prozent) gestiegen ist. Dies unterstreicht die wachsende Rolle von Private-Equity-Investoren im M&A-Geschäft. Auf der Verkäuferseite ist der Anteil strategischer Investoren auf 48 Prozent angestiegen, während Finanzinvestoren, Manager und Einzelpersonen jeweils einen Rückgang von zwei Prozent gegenüber 2024 verzeichneten.
- Künstliche Intelligenz (KI) bleibt ein zentrales Thema in der juristischen Branche. Der Einsatz von KI bei M&A-Transaktionen hat zugenommen mit echten Effizienzsteigerungen. Marktteilnehmer berichten, dass diese Tools in den ganz überwiegenden Fällen die Effizienz verbesserten. Es wird erwartet, dass sich dieser Trend in den kommenden Jahren zusätzlich verbreitet, da immer mehr Anwälte und M&A-Berater Technologie im gesamten M&A-Prozess einsetzen.
- Die Daten für 2025 zeigen, dass preisbezogene Vertragsbedingungen im Vergleich zu 2024 konsistent geblieben sind. Kaufpreisanpassungen blieben stabil, während Earn-outs und EBIT/EBITDA-basierte Earn-out-Kennzahlen zunahmen und damit den käuferfreundlichen Trend aus dem Jahr 2024 fortsetzten. Dies trifft insbesondere für den deutschsprachigen Raum zu.
- Die Risikoverteilung zeigt leichte Verschiebungen, mit einer leichten Zunahme von De-minimis und Basket limitations zugunsten der Verkäufer, sowie einer erhöhten Verwendung von längeren Verjährungsfristen in Europa. Bei letzterem bildet der deutschsprachige Raum eher die Ausnahme. Die Daten zu Limitation Caps und Sicherheiten für Ansprüche blieben im Vergleich zum Vorjahr weitgehend unverändert.
Für Unternehmen bedeutet dies, dass sich Transaktionsbedingungen eher weiterentwickeln als grundlegend verändern. „Mit mehr als zwei Transaktionen pro Tag in Europa ist CMS in der Lage, diese einzigartige Studie bereitzustellen, die unseren Mandanten und dem Markt zugutekommt. Wir sehen, dass KI die Steuerung von Transaktionen verändert und effizienter macht“, erklärt Louise Wallace, Head of the CMS Corporate/M&A Group. Dr. Malte Bruhns, Head of the CMS Corporate/M&A Group, ergänzt: „CMS ist dank des europäischen Fußabdrucks eine führende Kanzlei im europäischen M&A-Geschäft, die auch 2025 wieder eine Rekordzahl an M&A-Transaktionen hervorgebracht hat.“ Insgesamt deuten die Daten für 2025 auf einen stabilen europäischen M&A-Markt mit teilweise käuferfreundlichen Verschiebungen statt struktureller Veränderungen hin.
Die vollständige CMS European M&A Study 2026 finden Sie hier.
