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175 Millionen Dollar für Reverion: Megafactory soll Produktion des effizientesten Kraftwerks der Welt verzehnfachen

  • Reverion baut hocheffiziente Brennstoffzellenkraftwerke, die aus Gas Strom erzeugen, flexible Energiespeicherung durch Reversibilität ermöglichen und sich CO₂-negativ betreiben lassen.
  • Mit dem Deeptech- und Klimafonds Kembara als Lead-Investor schließt Reverion eine Series B über 175 Millionen Dollar ab.
  • Ebenfalls neu an Bord sind Allianz, KfW Capital, Aurum Impact und Carbon Equity, begleitet von den Bestandsinvestoren Extantia, Energy Impact Partners, UVC Partners, European Innovation Council Fund (EIC Fund), alfa8 und Possible Ventures.
  • Das Kapital fließt in die weitere Skalierung der Technologie sowie einen neuen Produktionsstandort in Deutschland mit 250 Megawatt Fertigungskapazität pro Jahr und bis zu 800 Arbeitsplätzen.
  • Reverion positioniert sich als Antwort auf den rasant wachsenden Strombedarf von Rechenzentren – mit nachhaltiger, grundlastfähiger Stromerzeugung direkt vor Ort.

Eresing, 29. September 2026 – Das bayerische Energy-Tech-Unternehmen Reverion hat eine Series B über 175 Millionen Dollar abgeschlossen, die bisher größte Finanzierungsrunde des Unternehmens. Angeführt wird die Runde von Kembara, einem europäischen Wachstumsfonds für Deeptech und Klimatechnologien. Neu beteiligen sich neben den Bestandsinvestoren auch Allianz, KfW Capital (über ein von UVC verwaltetes SPV), Aurum Impact und Carbon Equity. Das Kapital wird vor allem für den neuen Produktionsstandort genutzt, der die Fertigungskapazität um den Faktor Zehn erhöht. Parallel arbeitet Reverion an der weiteren Skalierung der Technologie, um Projekte im Multi-Megawatt-Bereich adressieren zu können.

Wenn Wind und Sonne aussetzen: Sauberer Strom auf Abruf

Sonne und Wind sind in der Energieversorgung unverzichtbar, doch Schwankungen machen die Netze anfällig und zwingen Schwerindustrie und Versorger zu fossilen Reservekraftwerken. Reverion schließt diese Lücke und verbindet die Klimabilanz der Erneuerbaren mit der Verlässlichkeit eines konventionellen Kraftwerks, rund um die Uhr. Die Brennstoffzellentechnologie von Reverion wandelt Gas elektrochemisch, ohne Verbrennung, in Strom um und scheidet das im Brennstoff enthaltene CO₂ in reiner Form ab. Die Anlage weist im Biogas-Betrieb eine negative CO₂-Bilanz auf und leistet damit einen aktiven Beitrag zur Dekarbonisierung des Energiesystems. Dieselbe Anlage läuft auch rückwärts: Im Elektrolysebetrieb wandelt sie überschüssigen Strom in speicherbare Gase um. Betreiber erhalten damit eine flexible Technologie, die auf Preissignale im Strom- und im Gasmarkt reagiert. Mit 74,2 Prozent elektrischem Wirkungsgrad, gemessen im laufenden Kundenbetrieb, hält Reverion zudem den Effizienz-Weltrekord für thermische Kraftwerke.

Stephan Herrmann, CEO und Mitgründer von Reverion, erklärt: „Sonne und Wind liefern uns saubere Energie, aber bisher nur, wenn das Wetter mitspielt. Was die Welt braucht, ist sauberer Strom auf Abruf. Mit dem Abschluss der Series B legen wir den Grundstein für die industrielle Großserienfertigung unserer Technologie. Wir bauen die steuerbare, CO₂-negative Maschine, mit der Netze und Schwerindustrie rund um die Uhr und das ganze Jahr über zu 100 Prozent sauber laufen können. Die Finanzierung ermöglicht den Aufbau eines zusätzlichen Produktionsstandortes und damit die weitere Skalierung des Produktes hinein in die Megawatt-Klasse. Für Reverion eröffnen sich dadurch ganz neue Märkte.”

Netzengpässe, neue Kundschaft: KI-Rechenzentren treiben die Nachfrage.

Die Nachfrage nach Reverions Anlagen kommt inzwischen nicht mehr überwiegend aus dem landwirtschaftlichen Biogassektor, sondern zunehmend aus der Technologiebranche. Energieintensive Rechenzentren stoßen an die Grenzen des öffentlichen Stromnetzes und sorgen für hohe Emissionen. Netzanschlüsse verzögern sich erheblich, gleichzeitig wächst der lokale Widerstand gegen neue Standorte. Die Anlagen von Reverion erzeugen den benötigten Strom deshalb direkt am Ort des Verbrauchs, aus Biogas oder Erdgas über die örtliche Gasinfrastruktur. Betreiber sichern sich damit eine Stromversorgung rund um die Uhr, die unabhängig von Netzausbau und Preisschwankungen am Strommarkt ist. Im Biogas-Betrieb wird die Stromproduktion für ein Rechenzentrum so zur CO₂-Senke.

„Schon heute erfahren wir eine extrem hohe internationale Nachfrage nach unseren Brennstoffzellenkraftwerken. Energieversorger und Industriekunden erkennen, dass echte Energiesicherheit steuerbaren, sauberen Strom voraussetzt“, sagt Felix Fischer, COO und Mitgründer von Reverion. „Sieben Anlagen laufen im Feld, die Leistung pro Einheit liegt inzwischen bei 500 Kilowatt. Mit diesem Kapital ist der Weg geebnet, um der Nachfrage gerecht zu werden und gleichzeitig das Unternehmen in Richtung langfristiger Profitabilität zu führen.”

Bis zu 800 zusätzliche Arbeitsplätze am neuen Flaggschiff-Standort

Für die Großserie erschließt Reverion eine Megafactory mit 250 Megawatt Fertigungskapazität pro Jahr in Deutschland. Am Stammsitz Eresing ist das Team zuletzt von 100 auf über 200 Mitarbeitende gewachsen, am neuen Standort sollen bis zu 800 Stellen hinzukommen. Sieben Kraftwerke laufen bereits an Kundenstandorten im Regelbetrieb. Die Projektpipeline hat ein Umsatzpotenzial von über zwei Milliarden Dollar. Die Nachfrage wächst rasant über den Heimatmarkt in Deutschland hinaus, und die ersten internationalen Projekte befinden sich bereits in der Entwicklung.

 

„Festoxidbrennstoffzellen sind der effizienteste Weg, Gas in Strom umzuwandeln. Reverion setzt dabei global die Benchmark. Der Wachstumsmarkt liegt in der Stromversorgung von Rechenzentren, wo neben der Effizienz auch der CO₂-Fußabdruck zählt. Hyperscaler brauchen enorme, verlässliche Leistung, können dabei aber keine Abstriche bei ihren Klimazielen machen. Mit dieser Runde finanzieren wir die industrielle Großskalierung”, so Robert Trezona, Leiter des Bereichs Klima bei Kembara.

Über Reverion

Reverion baut reversible Brennstoffzellenkraftwerke für die dezentrale Energieversorgung. Das Unternehmen wurde 2022 gegründet, sitzt in Eresing bei München und beschäftigt über 200 Mitarbeitende. Die containerbasierten Anlagen erzeugen Strom aus Biogas, Erdgas oder Wasserstoff und wandeln im Elektrolysebetrieb überschüssigen Strom in speicherbare Gase um. Mit 74,2 Prozent gemessener elektrischer Effizienz baut Reverion nach eigenen Angaben das effizienteste thermische Kraftwerk der Welt. Bei der Verwendung von Biogas ist ein CO₂-negativer Betrieb möglich. Weitere Informationen unter reverion.com.

Über Kembara

Kembara ist ein Scale-up-Fonds mit einem Volumen von einer Milliarde Euro. Er unterstützt Europas mutigste Gründerinnen und Gründer aus Deeptech und Klimatechnologie mit Kapital und operativer Begleitung dabei, in strategisch wichtigen Branchen führende Unternehmen aufzubauen. Kembara wird getragen von Mundi Ventures, einer globalen Venture-Capital-Plattform, die in Teams investiert, die Technologien für eine bessere Welt entwickeln. Weitere Informationen unter kembara.vc.

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