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Schutz vor Sabotage: Arcos schließt 5,5-Millionen-Euro-Seed-Finanzierung für integrierte Sicherheitsinfrastruktur ab

  • Arcos hat eine Seed-Finanzierung über 5,5 Millionen Euro abgeschlossen. Beteiligt sind HTGF, Bayern Kapital, Pact, Haufe, Robin Capital und strategische Business Angels.
  • Das Münchner Unternehmen verbindet Infrastruktur, Signalverarbeitung und operative Bearbeitung von Sicherheitsvorfällen in einer integrierten Infrastruktur.
  • Mit dem Kapital baut Arcos sein Team aus, erweitert sein Produktportfolio und fokussiert zunächst Anwendungen in der kritischen Infrastruktur.
Die Arcos-Gründer Moritz Steigerwald und Louis Wübben (Foto: Arcos)

Arcos hat eine Seed-Finanzierung über 5,5 Millionen Euro abgeschlossen. Dahinter steht nicht nur privates Kapital, sondern teils die öffentliche Hand selbst: An der Runde beteiligt sind der High-Tech Gründerfonds (HTGF), zu dessen Investoren das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und KfW Capital gehören, Bayern Kapital, Pact, Haufe und Robin Capital sowie strategische Business Angels. Ihr Auftrag ist ausdrücklich formuliert: ein ziviler Sicherheitsanbieter, der von Tag eins an vollständig handlungsfähig ist und durch moderne Technologie den Unterschied macht.

Die Sicherheitswirtschaft steht vor einem beispiellosen Wandel: In Wohnungen, Gewerbeobjekten, Bahnhöfen, Umspannwerken und Rechenzentren wird Sensorik in einer Breite ausgerollt, die es vorher nicht gab. Gleichzeitig steht immer weniger Personal zur Verfügung. Sensorik erkennt, dass etwas passiert. Entscheidend ist, wie schnell und zuverlässig daraus eine konkrete Maßnahme wird.

Was jahrelang als Worst-Case-Szenario galt, ist Alltag geworden: Anschläge auf Umspannwerke, brennende Kabelschächte an Bahnstrecken, Drohnen über Flughäfen und Industrieanlagen. Angriffe auf Infrastruktur, die niemand rund um die Uhr im Blick hat, funktionieren, weil niemand fortlaufend hinschaut. Dieser Strukturwandel ist in diesem Tempo nur mit neuer Technologie zu stemmen.

Eine Sicherheitsinfrastruktur statt Einzelteile

Arcos baut und betreibt diese Infrastruktur von Anfang bis Ende: Jedes Signal aus jeder angebundenen Quelle wird verstanden, jede Entscheidung an einer Stelle getroffen, jeder Vorfall bis zum Abschluss geführt, jeder Schritt nachgewiesen. Über Eskalationen entscheiden Menschen, dort wo Urteilsvermögen zählt. Die Infrastruktur von Arcos ersetzt die Sammlung getrennter Systeme, mit der Betreiber sich heute behelfen.

Bei Arcos wird nichts davon zugeliefert. Wer eine Zentrale selbst betreibt, weiß, was nachts um drei wirklich passiert. Wer die Software dazu selbst baut, ändert sie am nächsten Morgen. Nutzer, Betreiber und Entwickler sind dieselben: Was im Betrieb fehlt, wird an derselben Stelle gebaut, nicht beim Hersteller beantragt. So wird das System mit jeder neuen Sensorik besser, statt mit jeder Erweiterung komplizierter.

Gebaut ist es für die Breite, nicht für den Sonderfall. Dieselbe Zentrale, dieselbe Software, dieselben Abläufe tragen die Wohnung, das Gewerbeobjekt, die Baustelle und die kritische Anlage. Was für ein Objekt gilt, gilt für alle. Damit entstehen Lösungen so schnell, wie die Gefährdungslage sie fordert.

Nächste Schritte

Nach mehreren erfolgreich abgeschlossenen Zertifizierungsprozessen und dem Aufbau eines qualifizierten Teams ist Arcos operativ gut aufgestellt. Mit der Finanzierung baut das Unternehmen sein Team in Deutschland aus, erweitert seine Plattform und bereitet den Marktausbau im Bereich der kritischen Infrastruktur vor. Im nächsten Schritt will Arcos weitere europäische Märkte erschließen.

Auf der Security Essen, der internationalen Leitmesse der Branche, ist Arcos vom 22. bis 25. September vertreten. Am 25. September spricht Louis Wübben im KRITIS-Fachforum der Messe.

Louis Wübben, Gründer und Geschäftsführer von Arcos: „Diese Branche entscheidet mit darüber, ob das Land funktioniert, und sie verändert sich schneller als je zuvor. Mehr Sensorik, weniger Personal. Was fehlt, ist jemand, der hinschaut. Genau das bauen wir mit unserer Technologie und dem Angebot eines vollwertigen Dienstleisters.“

Moritz Steigerwald, Gründer und Geschäftsführer von Arcos:
„Wir verbinden die Verarbeitung der Signale und den operativen Prozess in einem System. Dadurch sehen wir im täglichen Betrieb sofort, wo Abläufe verbessert werden müssen, und können diese Verbesserungen selbst umsetzen.“

Sebastian Borek, Geschäftsführer des HTGF:
„Der Schutz kritischer Infrastruktur ist eine zentrale Aufgabe unserer Zeit. Mit Arcos setzen wir auf ein herausragendes Team, das diesen rasant wachsenden Markt prägen wird, und stärken zugleich Europas Sicherheit und technologische Souveränität.“

Über Arcos

Arcos ist ein ziviler Sicherheitsprovider. Arcos baut und betreibt die Infrastruktur der zivilen Sicherheit: von der hochgesicherten Infrastruktur, in der die Signale zusammenlaufen, bis zur Technologie, auf der sie läuft. Der Anspruch von Arcos ist, dass das, wovon unsere Gesellschaften abhängen, nie ungeschützt bleibt. Arcos sitzt in München. Zu den Investoren zählen der High-Tech Gründerfonds (HTGF), Bayern Kapital, Pact, Haufe und Robin Capital sowie strategische Business Angels.

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