Lebensmittelsicherheit in Stunden statt Tagen: NanoStruct sichert sich 2,6 Mio. € Seed-Finanzierung
- NanoStruct schließt Seed-Finanzierungsrunde in siebenstelliger Höhe ab, angeführt vom HTGF, Bayern Kapital und dem Auxxo Female Catalyst Fund
- Die Technologie verkürzt den Nachweis gefährlicher Keime wie Listerien und Salmonellen von 2–3 Tagen auf wenige Stunden – durch nanostrukturierte Sensorchips und KI
- Schnellere Keimnachweise ermöglichen frühzeitige Entscheidungen in der Produktion, vermeiden Rückrufe und reduzieren Foodwaste entlang der gesamten Lieferkette.
- Die Finanzierung ermöglicht Pilotprojekte im Lebensmittelanalysemarkt, den Aufbau eines strukturierten Vertriebs sowie den Ausbau des Teams

Würzburg, 11. Mai 2026. Das Würzburger Deeptech Startup NanoStruct schließt eine Seed-Finanzierungsrunde über 2,6 Mio. Euro ab. Gegründet von Dr. Henriette Maaß, Enno Schatz und Kai Leibfried, entwickelt das Unternehmen nanostrukturierte Sensorchips für die schnelle Identifikation gefährlicher Keime in Lebensmitteln. Angeführt wird die Runde vom High-Tech Gründerfonds (HTGF), Bayern Kapital und dem AUXXO Female Catalyst Fund. Die Finanzierung baut auf vorherigen Förderungen durch das BMWE und die Europäische Union auf.
Molekularer Fingerabdruck statt tagelangem Warten
Der Nachweis gefährlicher Bakterien in Lebensmitteln dauert aktuell mehrere Tage – viel zu lange, um sicherzustellen, dass gefährliche Keime nicht beim Konsumenten landen. Gleichzeitig steigen regulatorische Anforderungen, mit dem Ziel, den Verbraucherschutz zu erhöhen. Infolgedessen ist die Nachfrage nach einer beschleunigten und automatisierten Analyse von Seiten der Lebensmittelhersteller und der Analyselabore hoch. NanoStruct hat ein Verfahren entwickelt, das den Nachweis auf wenige Stunden verkürzt, indem es ein optisches Messverfahren mit Nanotechnologie, Biotechnologie und Maschinellem Lernen verbindet – für den Lebensmittelmarkt bedeutet das ein komplettes Neudenken der mikrobiellen Analyse. Ergebnisse können taggleich gewonnen werden, Rückrufe werden vermieden, Foodwaste reduziert und die Sicherheit der Lebensmittel wird erhöht.
Dipl.-Ing. Arnolf Kneißler, langjähriger Geschäftsführer von Labor Kneißler GmbH: „Ich verfolge NanoStruct und seine Innovation nun schon seit einigen Jahren und bin sowohl begeistert von der Technologie als auch dem Gründerteam. Eine Beschleunigung der Bakterientests in Lebensmitteln bringt großen Mehrwert und dass NanoStruct mit der aktuellen Finanzierung den nächsten Schritt machen kann, um das vielversprechende System auf den Markt zu bringen, freut mich persönlich sehr.“
Die Seed-Finanzierung ermöglicht es NanoStruct, sein System in Pilotprojekten im Lebensmittelanalysemarkt zu validieren, einen strukturierten Vertrieb aufzubauen und den ersten Zielmarkt zu erobern.
Dr. Henriette Maaß, CEO von NanoStruct: „Mit HTGF, Bayern Kapital und AUXXO haben wir genau die Partner gefunden, die wir für diesen nächsten Schritt brauchen: erfahren, netzwerkstark und überzeugt von unserer Vision. Jetzt bringen wir schnelle Bakterienanalytik in die Lebensmittelindustrie.“
NanoStructs Technologie hat darüber hinaus das Potenzial in weiteren Bereichen wie der Veterinär- und Humandiagnostik oder im Bakterienmonitoring in sensiblen Produktionsbereichen Prozesse zu beschleunigen und zu vereinfachen.
Dr. Stephan Ruck, Investment Analyst beim HTGF: „Der technologische Durchbruch den NanoStruct bei der Entwicklung der Sensoren erreicht hat, ist bemerkenswert. Neben der Plattformtechnologie hat uns das starke Netzwerk im Eintrittsmarkt und vor allem das Team überzeugt. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Henriette und dem gesamten Gründerteam.“
Über NanoStruct
NanoStruct ist ein Startup-Unternehmen an der Schnittstelle zwischen Biotechnologie und Nanotechnologie mit Sitz in Würzburg und bietet eine Analyseplattform für die schnelle Identifikation schädlicher Bakterien in Lebensmitteln an. 2021 als Ausgründung von Dr. Henriette Maaß, Enno Schatz und Kai Leibfried aus der Julius-Maximilians-Universität Würzburg gestartet, ist NanoStruct nun bereit sein System auf dem Lebensmittelmarkt zu bringen.
