RobCo sammelt 100 Millionen US-Dollar für den Ausbau autonomer Industrierobotik ein

Lightspeed und Lingotto als Leitinvestoren: RobCo erweitert Robotik mit physischer KI für industrielle Anwendungen.

RobCo, ein Robotikunternehmen mit Fokus auf physischer KI, gibt eine Finanzierungsrunde in Höhe von 100 Millionen US-Dollar bekannt. Das Unternehmen will damit in seine Roadmap für physische KI beschleunigen und seine Präsenz in den USA ausbauen. 

Die Serie C wird gemeinsam von Lightspeed Venture Partners und Lingotto Innovation angeführt. Beteiligt sind außerdem Sequoia Capital, Greenfield Partners, Kindred Capital und Leitmotif. Die Risikokapitalgeber bringen ihre Erfahrung beim Aufbau führender Technologieunternehmen ein, während die Industrieinvestoren ihre engen Kontakte in die Branche nutzen, um Wachstumsfirmen langfristig zu unterstützen.

„Mit der zusätzlichen Finanzierung über 100 Millionen US-Dollar wollen wir RobCo zum führenden Anbieter von KI-gestützter Robotik für die industrielle Fertigung in den USA und Europa entwickeln“, sagt Roman Hölzl, CEO und Gründer von RobCo. „Unser klares Ziel ist es, repetitive Aufgaben zu automatisieren, damit Menschen sich auf anspruchsvollere Tätigkeiten konzentrieren können.“

Plattform für autonome Anwendungen

RobCo wurde 2020 in München gegründet und setzt auf eine modulare Roboter-Architektur, mit der sich unterschiedliche industrielle Arbeitsabläufe abdecken lassen. Diese Modularität ermöglicht einen schnellen Einstieg, da Kinematik und Hardware gezielt an die jeweilige Aufgabe angepasst werden können.

Von Beginn an entwickelt RobCo Hardware und Software als integrierte Plattform. Die Roboter erlernen aufgabenspezifische Fähigkeiten durch Vormachen und selbständiges Lernen statt durch manuelle Programmierung. Das ermöglicht schnellere Inbetriebnahmen, erleichtert Anpassungen und unterstützt den Einsatz in komplexen oder variablen Prozessen. Für Kunden fungiert RobCo dabei als zentraler Ansprechpartner für das gesamte System.

Ausbau des Geschäfts in den USA

RobCo ist seit 2025 in den USA aktiv und betreibt Standorte in San Francisco und Austin. Der US-Markt ist für RobCo strategisch wichtig, da viele Hersteller ihre Automatisierungsinitiativen hochfahren. Gründe dafür sind unter anderem der Fachkräftemangel, die Rückverlagerung von Produktionskapazitäten und eine zunehmende operative Komplexität.

Die Roboter von RobCo sind in unterschiedlichen industriellen Umgebungen im Einsatz, unter anderem bei globalen Herstellern wie BMW, T-Systems und Rosenberger, sowie bei Unternehmen wie DynaEnergetics und Fabricated Extrusion Company.

Einordnung der Runde durch Investoren

„Nachdem wir bereits die Serie B angeführt haben, freuen wir uns, auch diese Finanzierungsrunde über 100 Millionen US-Dollar erneut aktiv mitzugestalten. Unser Anspruch ist hoch, und RobCo hat die Messlatte dafür, was moderne Robotik in realen Produktionsumgebungen leisten kann, weiter angehoben“, meint Alexander Schmitt von Lightspeed. „RobCo hat das Zeug dazu, ein globaler Marktführer zu werden: Systeme, die heute bereits in industriellen Umgebungen zuverlässig im Einsatz sind, ebenso wie eine auf physischer KI basierende Plattform, die sich über Anwendungsfälle und Regionen hinweg skalieren lässt. „Diese Investition unterstützt das weitere Wachstum von RobCo mit einem klaren Fokus auf den US-Markt sowie die konsequente Weiterentwicklung einer Roadmap, bei der Lernen und Leistungsfähigkeit Schritt für Schritt weiter wachsen.“

Morgan Samet, Co-Head von Lingotto Innovation ergänzt: „Die Industrie steht an einem Punkt, an dem Autonomie zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil wird. RobCo sticht hervor, weil das Unternehmen physische KI direkt in reale Produktionsumgebungen integriert und dabei bereits heute erprobte Implementierungen mit einem klaren, schrittweisen Weg zu höherer Autonomie verbindet. So können lernende Systeme Menschen dort unterstützen, wo es in der Produktion am wichtigsten ist.“

Über RobCo

RobCo wurde Ende 2020 in München gegründet und entwickelt KI-gestützte Robotersysteme, die Lernen und Autonomie in industrielle Abläufe bringen. Die Autonomous Manufacturing Platform kombiniert modulare Industrie-Hardware mit einer Software-Architektur für physische KI und ermöglicht eine schnelle Implementierung, kontinuierliche Optimierung und anwendungsspezifische Leistung.

Über ein Robotics-as-a-Service-Modell unterstützt RobCo Industrieunternehmen dabei, manuelle Tätigkeiten zu automatisieren und zugleich operative Komplexität und Risiken zu reduzieren. Das Unternehmen deckt ein breites Spektrum industrieller Anwendungen ab, darunter Maschinenbestückung, Palettierung, Dosierung und Schweißen.

RobCo ist in Europa und den USA tätig, mit Standorten in München, San Francisco und Austin. Das Unternehmen wird von führenden globalen Investoren unterstützt, darunter Lightspeed, Sequoia und Lingotto Innovation.

Weitere Informationen unter www.rob.co.

 

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