Textilkreislauf braucht smarte Sortierung: reverse.fashion sichert sich siebenstelliges HTGF-Investment

  • Das Berliner KI-Startup reverse.fashion sichert sich ein siebenstelliges Investment vom High-Tech Gründerfonds (HTGF)
  • Mit intelligenter, KI-gestützter Sortiertechnologie rationalisiert das Unternehmen die Kategorisierung von Textilien, senkt Prozesskosten und steigert die Erlöse für Kunden.
  • Fokus auf Markteintritt: Das frische Kapital wird genutzt, um bestehende Pilotprojekte auszuweiten und den gestarteten Markteintritt der neuen industriellen Sortierlösung line.sort voranzutreiben.

Das Berliner KI-Startup reverse.fashion hat eine siebenstellige Erweiterung seiner Pre-Seed-Finanzierungsrunde abgeschlossen. Das frische Kapital nutzt reverse.fashion, um den kommerziellen Rollout seiner KI-gestützten Sortierlösung voranzutreiben – und damit einen der größten Engpässe auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft in der Textilindustrie zu beseitigen.

Team von reverse.fashion (Bild: reverse.fashion)

Smarte Sortierung als Schlüssel zur zirkulären Mode

Der Übergang zu einer echten Kreislaufwirtschaft in der Textilindustrie erfordert hochgradig effiziente Sortierprozesse, um Alttextilien präzise den optimalen Verwertungskanälen zuzuführen. Bisherige manuelle Prozesse stoßen hier an wirtschaftliche und kapazitäre Grenzen. An dieser Schnittstelle setzt reverse.fashion mit automatisierten Sortieranlagen an: Mithilfe von künstlicher Intelligenz kategorisieren und digitalisieren die Systeme Textilien präzise nach u.a. Zustand, Stil, Marke, Größe sowie Materialzusammensetzung. Dadurch können die Kleidungsstücke exakt für den Wiederverkauf oder das hochwertige Recycling sortiert werden.

„Durch die signifikante Steigerung von Sortierqualität und Durchsatz steigern unsere Kunden ihre Produktivität um 40 % und erzielen gleichzeitig eine Erlössteigerung von etwa 20 %“, so Dr. Karsten Pufahl, Mitgründer von reverse.fashion.

Bild: reverse.fashion

Erfolgreiche Piloten und Markteinführung von line.sort

Die erweiterte Pre-Seed-Finanzierung ermöglicht es dem Unternehmen, den nächsten strategischen Meilenstein zu realisieren: den kommerziellen Markteintritt. In den kommenden Monaten werden die bereits erfolgreich laufenden Pilotprojekte mit dem Softwareprodukt co.sort intensiv fortgeführt. Gleichzeitig findet gerade die Markteinführung der Gesamtlösung line.sort statt, um automatisierte Sortierprozesse flächendeckend im Markt zu etablieren.

„Mit der erfolgreichen Pilotphase und dem aktuellen Markteintritt treten wir in eine neue Unternehmensphase ein. Umso mehr freuen wir uns, mit dem HTGF einen erfahrenen Partner an unserer Seite zu wissen“, so Mitgründer Mario Osterwalder von reverse.fashion.

„Steigende regulatorische Anforderungen wie EPR und EU‑Vorgaben treiben die Transformation der Textilbranche voran. reverse.fashion adressiert mit seiner KI‑Technologie ein zentrales Bottleneck und schafft die Grundlage für mehr Effizienz und Profitabilität. Wir freuen uns sehr, dieses visionäre Team auf seinem Weg zu begleiten“, sagt Dr. Anne Umbach, Senior Investment Managerin beim HTGF.


Über reverse.fashion
reverse.fashion wurde 2024 als Spin-off aus der Technischen Universität Berlin (Fachgebiet Mikro- und Feingerätetechnik, Prof. Dr. Dirk Oberschmidt) gegründet. Die Technologie basiert auf geistigem Eigentum (IP), das im Rahmen gemeinsamer Forschungsprojekte der TU Berlin, der Freien Universität Berlin (FU Berlin) und der circular.fashion GmbH entwickelt wurde. Das Unternehmen wurde von Dr. Karsten Pufahl, Paul Doertenbach und Mario Osterwalder gegründet und beschäftigt aktuell 12 Mitarbeitende.

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